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Bürgermeister Adam will mit Bodenmais als Olympia-Außenposten einspringen

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Olympische Spiele im Bayerischen Wald? Was im ersten Moment unglaublich klingt, sieht Michael Adam, Bürgermeister des Ferienortes Bodenmais, so: „Ich bin überzeugt, dass wir ein solches Großereignis stemmen könnten und ich denke, wir haben bereits jetzt eine hervorragende Infrastruktur für Langlauf und Biathlon zu bieten.“ Was den jungen Bürgermeister zu so einer „Wahnsinns-Aussage“ verleitet, hat durchaus einen ganz ernsthaften Hintergrund: Am vergangenen Wochenende wurde bekannt, das es in Oberammergau, einem der vorgesehenen Wettkampf-Orte der Münchner Olympiabewerbung 2018, erhebliche Widerstände gegen die Spiele gibt. Mittlerweile hat sich sogar eine Bürgerbewegung gegen die Olympischen Spiele in Oberammergau, wo die Langlauf und Biathlon-Wettbewerbe stattfinden sollen, gegründet. „Im Falle eines Falles wären wir bereit einzuspringen. Auch wenn die Herausforderung Olympia gewaltig wäre, könnten wir diese genauso meistern, wie die Oberammergauer“, erklärt Bürgermeister Adam.

 

Bodenmais bietet sich als ernsthafte Alternative zum Olympiastandort in Oberbayern an. Im Dorf der weltberühmten Passionsspiele regt sich der Widerstand vor allem wegen der notwendigen Eingriffe in die Natur. Die Bürgerinitiative ist der Überzeugung, dass der geplante Eingriff in die Natur in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Diese Gefahr sieht Michael Adam für Bodenmais nicht. „Natürlich müssten wir unsere Infrastruktur weiter ausbauen, denn Olympische Spiele sind eine eigene Hausnummer. Aber was das Thema Schneesicherheit und sportliche Infrastruktur angeht, haben wir hier schon jetzt beste Ausgangsbedingungen. Wir müssen uns keinesfalls verstecken“, sagt Adam selbstbewusst.

 

Bodenmais genießt schon seit jeher einen internationalen Ruf als Langlaufdestination. Alljährlich treffen sich im schneesichersten Ferienort des Bayerischen Waldes etwa europäische Spitzen- und Breitensportler, zuletzt beispielsweise zur Skimarathon Europameisterschaft 2010. Rund um das Aktivzentrum Bodenmais "Bretterschachten" und das Hohenzollern-Schießstadion am Großen Arbersee stehen über 110 Kilometer gespurte Loipen zur Verfügung, die in alle Tal- und Höhenlagen verteilt sind. Auf einer Höhe zwischen 1150 und 1300 Metern ist der „Bretterschachten“ das am höchsten gelegene Langlaufgebiet des Bayerischen Waldes und aufgrund der Lage am Südwesthang des Arbers im europäischen Vergleich sehr schneesicher.

 

Sollte es tatsächlich zu Problemen und möglicherweise sogar eine Verzicht von Oberammergau geben, wird Bodenmais als Alternative seinen Hut in den Ring werfen – soviel steht für den 25-jährigen Bürgermeister schon jetzt fest. „Für uns wäre das ein Fest und ich bin mir sicher, dass alle Bodenmaiser und die ganze Region voll dahinter stehen würden“, sagt Adam abschließend.

 

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