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Erster Bürgermeister Joli Haller schockiert über „Luchs-Wilderer“

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Für Bodenmais ist das getötete Luchsweibchen besonders schlimm, denn die Renaturierung des Luchses in der Region wäre ein Beleg dafür, dass Naturschutz und Naturgenuss zusammen möglich sind. Polizei sucht nach weiteren Hinweisen. Umweltschutz-Organisationen setzen eine Belohnung in Höhe von 15.000 Euro für sachdienliche Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, aus.

 

 

 

Mit großem Entsetzen hat der Markt Bodenmais darauf reagiert, dass Anfang Mai ein trächtiges Luchsweibchen am Silberberg erschossen aufgefunden wurde. Diese abscheuliche Tat – wohl möglich eines einzelnen Tierhassers – trübt nun ein ansonsten erfolgreiches Engagement des Nationalparks Bayerischer Wald zur Renaturierung der Luchse in der Region. „Wir sind alle schockiert, dass so nahe am Ort ein Luchs anscheinend ′gewildert′ wurde“, sagt der sichtlich betroffene Bodenmaiser Bürgermeister Joachim Haller. „Für uns ist der Luchs weit mehr als ein schönes Bild oder schmuckes Beiwerk – es geht um den Weg, einen Teil der Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die erfolgreiche Ansiedlung des Luchses wäre ein Beleg, dass Naturschutz und Naturgenuss zusammen möglich sind“, erklärt Haller, warum dieses Verbrechen gerade für den Tourismus-Ort Bodenmais so verheerend ist.

 

 

 

Vier Jahre lang haben Wissenschaftler, Jäger und Naturschützer Daten über das Leben der Raubkatze und seiner Beutetiere in den Nationalparks Bayerischer Wald und Sumava in Tschechien sowie deren Umgebung gesammelt. 16 Luchse haben die Forscher in beiden Nationalparks ermittelt, zehn von ihnen wurden mit Peilsendern ausgestattet. Das Luchsprojekt ist gerade erst zu Ende gegangen. Es ist mehr als tragisch, dass dieses äußerst positive Projekt nun von einem solchen Verbrechen überschattet wird. „Für uns ist der Luchs ein Sinnbild der Renaturierung und zeigt uns unseren Weg in einen Tourismus, der mit der Natur lebt“, so Joachim Haller, „leider gibt es immer wieder jemanden, der meint, er könne sich dagegen stellen. Aber dies ist nur ein einzelner Täter! Kein Landwirt, auch kein Jäger hat mir gegenüber jemals etwas negatives über das Luchsprojekt geäußert.“

 

 

 

Eine Spaziergängerin hatte das trächtige Luchsweibchen Anfang Mai tot bei einem Wanderweg am Silberberg gefunden. Das Tier wurde nach Ermittlungen der Polizei mit einem Schrotgewehr erschossen. "Wir können momentan nur mutmaßen", sagt ein Polizeisprecher. Laut Polizei sei das Wildern im Bayerischen Wald eigentlich kein Problem. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, haben Umweltverbände eine Belohnung von insgesamt 15.000 Euro ausgesetzt. „Der Respekt gegenüber der Natur und den Geschöpfen ist gerade in unserer Region tief verwurzelt. Schon alleine deshalb werden wir nicht locker lassen und die Arbeit der Polizei mit aller Kraft unterstützen“, macht auch der Bodenmaiser Bürgermeister Joachim Haller deutlich.

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