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Gerhard Kadletz enthüllt mit Bürgermeister Adam den neuen Brunnen

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Das Kunstwerk kommt an bei den Bodenmaisern

 

Anlässlich der Shopping-Kulturnacht wurde der neue Brunnen am Marktplatz von Bürgermeister Michael Adam und Künstler Gerhard Kadletz enthüllt und die Mehrheit der Bodenmaiserinnen und Bodenmaiser zeigten sich nun ganz zufrieden, wie eine kurze Umfrage unter den Zuschauern ergab. „So soll ein Brunnen aussehen, der mitten in einem Dorf steht, der passt zu Bodenmais“ meinte ein Urlaubsgast.

Einige Bodenmaiser äußerten ihre Meinung auch direkt bei Gerhard Kadletz und beglückwünschten ihn zu dem neuerlichen Werk, das als sehr gelungen empfunden werden kann, verbindet es doch die Schlichtheit eines Granitsteins mit hochwertigen künstlerischen Elementen, um so zu einem Kunstwerk zu erstehen.

Bürgermeister Michael Adam berichtete, wie 1995 im Zuge der Marktplatzsanierung der damalige Brunnen aufgestellt wurde, der bei den Bodenmaisern allerdings nicht so recht ankam, außer im Winter, wenn er zu einem Eiskristall wurde. Adam meinte, er verstehe auch, dass der Künstler nicht wollte, dass sein Kunstwerk durch den Abbau des großen Metallgerüsts, einem wesentlichen Brunnenelement, nur halb gezeigt wurde. Bürgermeister Adam bedankte sich bei Andreas Lambeck, dem Geschäftsführer der Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH, durch dessen Vermittlung der Brunnen nun wieder ein ganzheitliches Kunstwerk darstellt und bei den Firmen JOSKA Bodenmais, Elektro Weikl und Heizung-Sanitär Werner Wölfl, die unentgeltlich ihre Leistungen erbracht haben.

Wie sieht er nun aus, der neue Brunnen? In der Mitte des Bodenbeckens ragt ein imposanter, echter Bayerwald-Granit empor, durch den sich das Wasser aus drei Röhren, auf jeder Seite einer, in das Becken ergießt, genauso wie man es von einem richtigen Brunnen erwartet.

Die erste Seite des Brunnengranits ziert ein Bischofskreuz, als Anlehnung an die Bischofshaube, zum einen wird so auch der Silberberg genannt, zum anderen durch die Nähe des Brunnens und der Bergleute zur Kirche. Außerdem ist auch die Spitze des Granits durch die Einkerbung in der Mitte den beiden Gipfeln des Silberberges nachempfunden.

Auf der zweiten Seite sind bunte Glasteile in den Granit eingefügt, eine Homage an den Glasort Bodenmais und seine vielfältige Glaskunst.

Die dritte Seite schmücken in der Diagonale signifikante Glaselemente, in die echtes Silber vom Silberberg eingearbeitet wurde. „Wenn auf diese Seite dann die Morgensonne scheint, glitzert der Stein, zumal es sich auch um seine Lagerseite handelt, gänzlich silbrig und funkelt so richtig“, erläuterte Künstler Kadletz.

„Die Glaselemente wurden von Karl Koller in vielen Arbeitsstunden als Unikate angefertigt, und er stellte zusammen mit Hans Kagerbauer den Brunnen auf“ berichtete der Werksleiter von JOSKA Bodenmais, Bruno de Vigneux. Da so ein Granitbrunnen aber nicht so einfach zu heben ist, kam die Firma Elektro Weikl hier zum Einsatz und übernahm den Transport als auch die Hebearbeiten. Für die Installation der Wasserleitungen zeichnete Werner Wölfl verantwortlich.

Den sogenannten Abschlussstein, in den das Datum der Brunnenthüllung, der 07.08.10 eingraviert ist, setzte der Steinmetzbetrieb Biller am Rand des Brunnenbeckens ein. Die Koordiantion der ganzen Brunnenaktion hatte Bürgermeister Michael Adam dem Gemeinderat Sepp Weikl übertragen.

Gerhard Kadletz war es sehr wichtig, dass die Bodenmaiser nun ihren Marktplatzbrunnen akzeptieren und der leidige Streit gütlich beigelegt werden konnte. Auch ihn hatte der Streit sehr belastet und er ist sehr froh, dass die Spannungen zwischen ihm und dem Markt Bodenmais nun nicht mehr existent sind.

Kadletz berichtete bei der Brunnenenthüllung nochmals über die bewegte Geschichte des Marktplatz-Brunnens, den lange andauernden Streit und dass dann eines Tages ein gewisser Herr Lambeck bei ihm angerufen hätte und er mit ihm ein Treffen in Plattling vereinbarte. „Da nahm ich aber noch meinen Anwalt mit“, so Kadletz, denn so ganz war er noch nicht überzeugt, wie die Einigung zustande kommen sollte.

„Nach dem Gespräch war aber schnell die ehrliche Absicht klar“ so Kadletz und er entwickelte mehrere Entwürfe, die er bei Bürgermeister und Gemeinderat vorstellte. Ein Entwurf fand Gefallen und da der Markt Bodenmais nicht so viel Geld ausgeben konnte, halfen hier einige Sponsoren aus, wie JOSKA Bodenmais.

Der Künstler Gerhard Kadletz suchte einen ganz besonderen Stein im Granitwerk Metten bei Bernried aus und bearbeitete diesen entsprechend. Die Glaselemente wurden eingesetzt und wichtig war auch, dass die Funktionsfähigkeit des Brunnen sichergestellt wurde.

„Kunst kann nicht jedem gefallen, aber ich hoffe, er gefällt den Bodenmaisern“, so Kadletz und er wies ganz zum Schluss noch darauf hin, dass er auf der ersten Seite des Granitsteins über dem Brunnenausfluss ein mit rot/blauen Glasobjekten nachempfundenes Auge in den Stein eingebracht hatte, das eine ganz besondere Bedeutung hat, wie Gerhard Kadletz mit einem Augenzwinkern verriet: „Das ist das Auge des Künstlers, der über sein Kunstobjekt wacht, aber auch über Bodenmais.

Mein verschmähtes Kunstwerk, das ich „Platons Geheimnis“ nenne, steht nun bei mir in meinem Garten und sie glauben gar nicht, wie viele Leute Interesse daran bekunden.“

 

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