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„Gustl und sein Schutzengel“ überzeugten in jeder Hinsicht

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Premiere des Bodenmaiser Bauerntheaters wieder voller Erfolg

 

Schon bei den Proben zuvor war deutlich geworden, das neue Stück des Bodenmaiser Bauerntheaters wird die Zuschauer von Anfang an überzeugen. Und so war es auch am Premierenabend im Pfarrzentrum.

Die Darsteller von „Gustl und sein Schutzengel“ übertrafen sich selbst. Gerhard Wenzl, als in Nöten geratener Bauersmann, der Hilfe bei seinem Schutzengel sucht, spielte so überzeugend, als wäre er auch „im richtigen Leben“ wirklich der Moarhofer.

„Seinen“ ganz persönlichen Schutzengel verkörperte keine geringere als Spielleiterin Karola Trum, die in diese Rolle allen Facetten ihres großen Könnens einbrachte.

Christian Artinger als schlitzohriger Viehhändler Greimoser überzeugte wieder einmal das Publikum vollends.

Manuela Stangl spielte Veronika, die Frau des Gustl und erfüllte diese Rolle auch mit ganz viel Leben. Die Finni Brunnleitner wurde von Veronika Saller sehr überzeugend gegeben, sie teilt sich diese Rolle mit Silke Treml.

Gleich drei neue Gesichter gab es im neuen Theaterstück. Steffi Pokorny überzeugte als Sophi, die Magd, die gerne einen Mann hätte und ihre Mimik sprach nicht nur Bände, sondern animierte das Publikum immer wieder zu Lachsalven.

Den Nachbarn Bartholomäus Brunnleitner, genannt Bartl, verkörperte der neue Mitspieler Florian Schiller, der dem Gustl immer helfen will und ging auch ganz in seiner Rolle auf. Und neu war auch der 16jährige André Soboczenski, der als Gemeindediener Blasius die Zuschauer mehr als überzeugte.

So merkte man das gute Miteinander der Theatergruppe und dass Karola Trum einfach das richtige Gespür hat für Handlung und Darsteller. Dieser Meinung war auch Pepp Geiger, der ehemalige Spielleiter, der nach der Vorstellung anerkennende Worte für die ganze Truppe fand.

Joli Haller vom Bodenmaiser Bauerntheater hatte zu anfangs die Ehrengäste und Zuschauer im Pfarrzentrum begrüßt und darauf hingewiesen, dass das Bauerntheater schon 34 Jahre in Bodenmais Bestand hat, die Einnahmen gänzlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden und die Darsteller nur den Applaus als Gage erhalten. Daran wurde auch nicht gespart, denn das Publikum fand die Darbietung nicht nur köstlich unterhaltsam, sondern klatschte auch immer wieder bei einzelnen Passagen.

Die Handlung ist folgende. Der Bauer Gustl Moarhofer spielt zu gerne Karten und ist auch einer Maß Bier nicht abgeneigt, aber leider hat er an einem Abend beim Spiel zu späterer Stunde einen Ochsen an den Viehhändler Greimoser verloren. So sinnt der Gustl auf eine List, wie er den Ochsen wieder zurück gewinnen könnte. Sein Nachbar und Kartenbruder Bartl soll die Karten „zinken“, versteht aber das nicht so richtig umzusetzen und markiert die Karten, für jeden offensichtlich, auf der Vorder- statt auf der Rückseite. Und wie könnte es anders sein, auch der zweite Ochse gehört nun eigentlich dem Viehhändler.

Der Gemeindediener Blasius, der sonst immer nur bei dem Moarhofer anklopft, um Abgaben zu kassieren, ist auf dem Bauernhof daher kein gern gesehener Gast und wird immer abgewimmelt. Dass er diesmal aber eine gute Botschaft vom Bürgermeister, die den Ankauf eines Grundstück verheißt, überbringen soll, wissen der Gustl und seine Veronika nicht, aber der schlaue Greimoser besticht den Blasi und erfährt so, was eigentlich nicht für seine Ohren bestimmt ist.

Als am nächsten Tag der Greimoser seine beiden Ochsen abholen will, versucht der, nicht gerade mit weltlichen Gütern gesegnete Gustl, dies zu verhindern. Das kommt dem Viehhändler gerade recht, denn so kann er das besagte Grundstück, den Oberanger, billig vom Gustl erwerben, die Ochsen gibt`s quasi als Dreingabe und der Greimoser, als auch der Gustl, beide meinen, ein richtig gutes Geschäft gemacht zu haben.

Aber schließlich kommt die Sache mit dem Grundstück auf und Veronika macht ihrem Gustl viele Vorhaltungen und verlässt ihn, denn schließlich hätte der Bürgermeister ein Vielfaches für den Oberanger bezahlt.

Das hilft nur noch ein Schutzengel, aber nicht irgendeiner, sondern nur der „persönliche“ Schutzengel vom Gustl. Als sich der Schutzengel ihm zeigt, kann er es gar nicht fassen, zumal kein anderer ihn sehen kann. Aber das kommt dem Schutzengel, dem übrigens das gute bayerische Bier so sehr schmeckt, gerade recht, denn so kann er Gespräche belauschen und Nutzen für den Gustl daraus ziehen.

Das tut er auch in jedwelcher Form und zum guten Schluss geht die Geschichte natürlich wieder einmal gut aus: die Veronika kommt zurück zu ihrem Gustl, ein anderes Grundstück wird an die Gemeinde verkauft, die Magd Sophi hat endlich im Gemeindeschreiber ihren Gesponst gefunden und die Finni ist wieder glücklich mit ihrem Bartl. Nur der Viehhändler geht leer aus.

Unterstützt wurde die Truppe auch von den Maskenbildnerinnen Claudia Achatz und Marianne Ronsberger, von den Souffleusen Doris Vogl und Annemarie Wenzl, dem Techniker Martin Wolf und vielen ehrenamtlichen Helfern vor und hinter der Bühne.

Als musikalische „Pausenfüller“ spielten der zwölfjährige Johannes und sein Opa Rudi Geier mit bayerischer Musik auf, sehr zur Freude der Zuschauer, und wurden ebenfalls mit viel Applaus bedacht.

 

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