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Michael Adam bittet Staatsminister Brunner um Unterstützung in Sachen Olympia im Bayerischen Wald

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Der Vorstoß vom Bodenmaiser Bürgermeister Michael Adam, für Oberammergau als Olympia-Außenposten einzuspringen, hat in den vergangenen Tagen hohe Wellen ausgelöst. Nun lässt der junge Bürgermeister seinen Worten auch Taten folgen: In einem dreiseitigen Brief an Staatsminister Helmut Brunner bittet er offen um Unterstützung in Sachen Olympische Winterspiele 2018 im Bayerischen Wald. Der Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat in der Standortfrage ein gewichtiges Wort mitzureden, denn der Freistaat Bayern ist sowohl alleiniger Grundbesitzer im Bereich des Gestüt Schwaigangers, als auch im Bereich des Aktivzentrums Bodenmais (Bretterschachten). Nachdem sich in Oberammergau, wo die Langlauf- und Biathlon-Wettbewerbe der möglichen Olympischen Winterspiele von München stattfinden sollten, Widerstände angekündigt haben, hatte Adam den Hut für den Bayerischen Wald als Alternative in den Ring geworfen. Mittlerweile verdichten sich die Anzeichen um den Rückzug von Oberammergau, doch auch eine Alternative in direkter Nachbarschaft wurde bereits ins Spiel gebracht. Der Bodenmaiser Bürgermeister sieht trotzdem gute Gründe für seine Heimatregion.

 

„Ich möchte einmal ganz klar festhalten, dass mich – wie viele Menschen im Bayerischen Wald auch - der seit Jahrzehnten omnipräsente, und objektiv auch durchaus belegbare ‚Oberbayern-Automatismus‘ in der bayerischen Landespolitik massiv stört“, sagt Michael Adam. Nach dem faktischen Olympia-Aus für Oberammergau werde nämlich nicht etwa die Frage gestellt, wo sich der objektiv beste Alternativstandort befindet, sondern es werde vielmehr in einer Nacht- und Nebelaktion sofort ein oberbayerischer Alternativstandort präsentiert, so Adam weiter.

 

Das Argument, der Bayerische Wald sei zu weit von München als zentralem Ausgangspunkt entfernt, kann objektiv betrachtet so einfach nicht gelten gelassen werden. Die Bundesautobahn 92 zwischen München und dem Bayerischen Wald ist – im Gegensatz zur überlasteten Bundesautobahn 95 München-Garmisch – eine der am wenigsten befahrenen Autobahnen Deutschlands. Die etwas größere räumliche Distanz wird also durch eine belastbarere Verkehrsinfrastruktur ausgeglichen. Michael Adam will dafür sogar selber den Beweis antreten: „Ich bin sicher, dass ich vom Münchner Stachus aus an einem Werktag nach Bodenmais nicht sehr viel länger brauche, als nach Oberammergau oder nach Garmisch-Partenkirchen.“

 

Alles in Allem sprechen einfach eine Vielzahl von Gründen für den Bayerischen Wald als Alternativstandort: Bodenmais wurde von der „Welt“ als schneesicherstes“ Langlaufgebiet ausgezeichnet. Schneekanonen sind nur zur Absicherung nötig, denn Es gab in den letzen 50 Jahren immer mindestens 50 Zentimeter bis 300 Zentimeter Schnee von Januar bis März. Notwendige Eingriffe in die Natur wären vergleichsweise gering. Es besteht bereits ein mit dem von der FIS zuständigen Beauftragten ausgearbeitetes Entwurfs-Konzept (Streckenplanung) für homologierte Langlauf-Strecken und einer Freifläche für den Stadionbereich (mit dem FIS Beauftragen für Streckenhomologierung 2007 vor Ort begangen – Daten aufgezeichnet und als überaus positives Gelände bewertet). Mit 20.000 bis 50.000 Hotelbetten bietet die Region außerdem bereits jetzt ausreichende Kapazitäten um den Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten zu decken.

 

Um einen anderen wichtigen Punkt macht Michael Adam auch keine Hehl: „Ich habe die Hoffnung, dass mit einer erfolgreichen Olympiabewerbung des Bayerischen Waldes auch eine weitere Verbesserung der Verkehrs-, Sport- und Tourismusinfrastruktur in unserer Region einher geht.“ Er sei davon überzeugt, dass ein Projekt wie Olympia die ganze Region um Jahrzehnte nach vorne bringen könnte. „Denn obwohl im Bayerischen Wald bessere natürliche Voraussetzungen vorliegen, gehen Geld und Unterstützung seit Jahren mehrheitlich nach Oberbayern“, sagt Michael Adam.

 

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