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Tausende Sylter wollen Bodenmais treffen

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So viele Sylter wie noch nie kamen zum 4. Tinnumer Straßenfest, um die Darbietungen der Bodenmaiser Abordnung zu sehen und um sich über Bodenmais zu informieren.

Es ist immer wieder unglaublich, wie Tausende von Syltern im Laufe des Tages das Straßenfest besuchten und vor allem von dem 14jährigen Johannes Weinberger mit seiner Steirischen als auch die zehn „Klousterer Buam“ mit den zwei Harmonikaspielerinnen Irina und Anita sehr angetan waren.

In allen Zeitungen auf Sylt war mit Sonderseiten und Anzeigen auf das Event hingewiesen worden und der Bodenmais-Besuch auf Plakatwänden und mit Flyern angekündigt worden.

Natürlich hatten Andreas Diefenbach und sein Team aus Bodenmais wieder bayerische Schmankerl in Form von warmen Leberkäs und Wurstsalat dabei und vor allem das bayerische Bier mundete den Syltern hervorragend.

Die Werbematerialien von Bodenmais und vom Tourismusverband Ostbayern über den Bayerischen Wald wurden von Karl-Heinz Hartl, André Sobozcenski und Katharina Hartl von der Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH verteilt und fanden reges Interesse bei den Festbesuchern.

Von der sprichwörtlichen Kühle der Nordlichter war nichts zu spüren, nur warme Herzlichkeit wurde den Bayerwäldern auf Sylt zuteil, die sich am Freitagmorgen gegen 06:00 Uhr in einem Bus des Reisebüros Wenzl aufgemacht hatten, um die vor drei Jahren begonnene Partnerschaft mit den Syltern fortzusetzen.

Es gab bereits vor der Abreise eine kleine Verzögerung, als die Klousterer-Buam merkten, dass der mitgebrachte Baum für den „Holzhacker“ zu lang war und nicht in den Bus passte. Kurzerhand wurde der Baum gleich auf dem Parkplatz vor dem Rathaus in Bodenmais um ein gutes Stück abgeschnitten und fand dann auf den Koffern seinen Platz.

Nach 13 Stunden Fahrt, wobei die Bayerwäldler besonders die Überfahrt von Niebüll nach Tinnum mit dem Autozug auf dem Hindenburgdamm sehr interessierte, wurden sie vom Ortsbeiratsvorsitzenden Uwe Dau abgeholt und zu seinem Haus begleitet. Dort erfolgte die Verteilung der Unterkünfte, alle wohnten diesmal sehr komfortabel in privaten Ferienwohnungen, die von den Tinnumern kostenlos zur Verfügung gestellt worden waren. Und dann ging es zu einem Grillabend in den Jachtclub.

Dort wurden der Geschäftsführer der Bodenmais Tourismus und Marketing GmbH, Andreas Lambeck, und seine Stellvertreterin Katharina Hartl, sowie die Abordnung aus dem Bayerischen Wald ganz herzlich vom Ortsbeiratsvorsitzenden Uwe Dau, der stellvertretenden Bürgervorsteherin Hannelore Strauch, dem Bürgervertreter Manfred Uekermann, von Jutta Hinz von Sylt-Tourismus und von Gudrun und Wolfgang Buck willkommen geheißen. Die Bürgermeisterin von Westerland, Petra Reiber, begrüßte die Gäste aus dem Bayerischen Wald ebenfalls persönlich und befand es als „gelebte Partnerschaft“, die die Tinnumer mit den Bodenmaisern verbindet. Die Bürgermeisterin genoss zusammen mit ihrem Mann sichtlich den Abend. Andreas Lambeck bedankte sich für die wiederholte Einladung der Sylter und die Freundschaft zu den Nordlichtern. Er überreichte dann Bürgermeisterin Reiber und der Tinnumer Abordnung Schmankerl aus dem Bayerischen Wald: ein großes Stück Geräuchertes und einen Edelbrand auf einem großen Brotzeitbrett mit dem neuen Bodenmaiser Logo.

Als Johannes Weinberger nach dem Abendessen zu seiner Ziach griff und einige seiner Stücke spielte und sang, holte sich Bürgermeisterin Reiberspontan zwei Löffel und begleitete ihn damit. Überhaupt war Johannes Weinberger, der mit seinen Großeltern Therese und Erich Begerl angereist war, nicht nur an dem Abend, sondern beim Straßenfest wieder der Liebling der Sylter. Er verstand es wie kein anderer sich in die Herzen der Sylter zu spielen und zu musizieren. Einige kannten ihn schon vom Besuch vor zwei Jahren oder von Urlaubsaufenthalten in Bodenmais her.

Die „Klousterer-Buam“ mit ihrem Chef Hans Niedermeier plattelten was das Zeug hielt, nicht ohne sich zwischendurch immer wieder mit einem Bier zu stärken, und holten auch die Zuschauer zu einem „Gästeplatteln“ in ihren Kreis. Sie waren schon fesch anzusehen mit den weißen Hemden, den Lederhosen, den Kniestutzen und den Hüten mit den vielen Abzeichen, so dass sich manche Sylterin zwei Mal nach ihnen umdrehte.

Durch einen Verkehrsstau konnte die für abends angesagte Band erst zwei Stunden später mit dem Programm beginnen und so halfen die Bayerwäldler auch hier aus und verlängerten ihr Programm um zwei Stunden. Johannes Weinberger war danach schon etwas heiser vom Singen und die Klousterer Buam auch geschafft, hatten sie doch von 11:00 Uhr weg bis um 20:00 Uhr zusammen mit Johannes das Programm fast ausschließlich bestritten. Nur am Nachmittag gab es zwei kleine Pausen, als die Tinnumer einen „Gummistiefel-Weitwurf-Wettbewerb“ gegen die Gäste aus dem Bayerischen Wald austrugen. Den ersten Durchgang gewannen klar die Sylter, aber im zweiten Durchgang waren die Bodenmaiser nicht zu schlagen.

Josef Kagerbauer sen. von JOSKA Bodenmais hatte zusammen mit mehreren Mitarbeitern einen Stand mit Apparateglasbläser und Graveur und die Sylter konnten sich auch hier der Faszination Glas und der jahrhundertealten Handwerkskunst nicht entziehen. Für den Seniorchef vom JOSKA Glasparadies sind die Besuche auf Sylt „Chefsache“ und er fährt jedes Jahr persönlich nach Sylt und betreut auch vor Ort den ganzen Tag den Stand mit seinen Mitarbeitern.

Den bekannten Sylter Strand bekamen die Bayerwäldler bei einer Rundfahrt über die Insel zu sehen und einige wollten am liebsten gleich für einen Urlaub dableiben. An beiden Tagen konnte sich die Abordnung aus Bodenmais mit einem ausgezeichneten Frühstück bei Fisch Blum für den Tag stärken und es blieb dabei kein Wunsch offen.

Am zweiten Abend gab es ein typisch Sylter Entenessen, was den Bayerwäldlern auch sehr gut mundete, dazu waren auch einige der Sylter eingeladen und man frischte Erinnerungen an vorherige Aufenthalte und Besuche in Bodenmais auf. Einige der Bodenmaiser nutzten die Gelegenheit zu einem weiteren Strandbesuch und sahen sich auch einmal kurz in Westerland um.

So unterschiedlich die Menschen auf Sylt und im Bayerischen Wald auch sein mögen, mit den gegenseitigen Besuchen wurde die Freundschaft gefestigt und soll auch künftig fortgesetzt werden, wie auch der Ortsbeiratsvorsitzende Uwe Dau bei der Verabschiedung meinte.

Die versprochene Original Friesenbank, gefertigt von Holzbau Christian Strauch auf Sylt, war zuvor im Laufe des Festes von Uwe Dau an Andreas Lambeck übergeben worden und wurde auch gleich entsprechend eingeweiht, denn viele Sylter wollten sich gerne mit den Plattlern auf der Bank fotografieren lassen. Die Bank fand im Gepäckraum des Busses ihren Platz und wurde mit nach Bodenmais transportiert.

Dann musste man sich schweren Herzens wieder auf den Weg in die Heimat begeben, bestens chauffiert von Hans und Ferdinand , wieder mit dem Autozug über den Hindenburgdamm, nicht ohne nochmals die ganze Fahrt Revue passieren zu lassen.

Damit es ein Wiedersehen im nächsten Jahr mit den Bodenmaisern geben wird, lud BTM-Geschäftsführer Andreas Lambeck die Sylter zu einem Gegenbesuch ein.

 

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