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Glastechniken
GlasmachertechnikenDer Gläserne Winkel Bayerischer WaldGlaskünstler und -handwerker, die die Tradition heimischer Glaskunst aufrecht erhalten, schaffen hier reinste "Poesie in Glas".Die Gläserne ScheuneDas beeindruckende Gesamtkunstwerk von Glasmaler Rudolph Schmid erzählt u.a. von den Weissagungen des legendären Sehers "Mühlhiasl" ...00229weiter...http://www.glaeserner-winkel.de/_blank229230weiter...0Quelle: Kristallglasmanufaktur Theresienthal GmbHDie verschiedenen "Glastechniken" wurden früher während der Brotzeit oder Mittagspause ("Schinden" genannt) praktiziert. Es ist nicht überliefert, ober der Ausdruck "Schinden" von der zusätzlichen körperlichen Anstrengung (Schinderei) oder von der geschundenen Materie Glas kommt.Auflegearbeiten: Der Glasmacher arbeitet auf den Glaskörper Funktionsteile (z. B. Henkel) oder Dekorationselemente (Nuppen, Ringe, Bänder).Optisch eingeblasenes Glas: Der Glasmacher bläst den Glasposten in eine geriefte oder strukturierte stählerne Vorform. Der Glaskörper wird dann beispielsweise nochmals mit Glas "überstochen" und in die endgültige Form (Holzmodel) eingeblasen.Band- und Fadengläser: Der Glasmacher arbeitet zwischen zwei der mehreren Glasschichten meist einfarbige Bänder oder Fäden ein (Venezianische Art). Verschiedenfarbige Glasfäden werden aneinander geschmolzen und in sich verdreht (Stangerl werden auf Vorrat hergestellt). Diese Stangerl werden erhitzt und auf das "Kölbel" aufgebracht und mit Klarglas überzogen.Blasenglas: Ein Glas, bei dem der Glasmacher gleichmäßige, in bestimmten Abständen oder gleichmäßiger Anordnung angebrachte "Luftblasen" durch eine besondere Vorform erzeugt.Craquel%E9 oder Eisglas: auch als geschrechtes oder geschränktes Glas bezeichnet, ist ein mit vielen Rissen (Sprünge) auf der Glasoberfläche versehenes Glas. Es wird durch plötzliches Abschrecken des noch heißen Glasgegenstandes hergestellt. Spinnen und Reißen: Auf das "Kölbel" wird ein farbiger Glasfaden aufgedreht (aufgesponnen) und dann mit mehr klarsichtigem Glas überstochen. Das ergibt ein "spiralartiges" Muster. Mit einem kleinen "Metallhaken" wird dieser aufgesponnene, geschmeidige Glasfaden nach oben oder unten verzogen (gerissen). Schleudern: Dabei wird die Pfeife mit heißem Glas schnell geschwenkt (geschleudert), dadurch dehnt sich die Glasmasse in die Länge. Kröseln (Schwartenmagen): Farbglas wird zu "Glassplittern" zerschlagen. Das "Kölbel" oder der Posten werden in diesen Farbglassplittern gewälzt und verschmolzen. Überfangen: Klarsichtiges Glas wird mit einer Farbglasschicht überzogen.• Farbig überfangen, gesponnen mit Nuppen• Emailweiß überfangen, gesponnen und mit Batzen versehen• Farbig überfangen, "geschliffen" und "graviert" (Veredelungstechniken). Farbglas (Glas färben): normales, durchsichtiges Glas kann mittels Metalloxyden gefärbt werden.• Rotes Glas: Beimengung von "Kupferoxyd"• Blaues Glas: Beimengung von "Kobaltoxyd"• Grünes Glas: Beimengung von "Eisenoxyd (Rost)"• Gelbes Glas: Beimengung von "Kohlenstoff".
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