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24.05.2012 - Freizeitnavigator See - Großer Arbersee

See - Großer Arbersee

See - Großer Arbersee



Großer ArberseeDer See ist während der letzten Eiszeit entstanden. Das Becken dieses so genannten "Karsees" wurde durch einen mächtigen Gletscher ausgeschürft. Der an der östlichen Flanke des Großen Arbers gelegene Große Arbersee hat heute (der Seespiegel wurde für die Holztrift angehoben) eine Tiefe von maximal 15 m und umfasst eine Seefläche von 7,72 ha. Die Temperatur liegt in 13 m Tiefe konstant bei 5,1°C. Der Säuregrad des Wassers umfasst Ph-Werte zwischen 4,6 und 5,1 (zum Vergleich: Essig hat einen pH-Wert von 3).Seit 1939 sind der Große Arbersee mit seinem schwimmenden "Verlandungsmoor", die imposante "Arberseewand" sowie die angrenzenden "Bergmischwälder" mit einem Flächenumfang von 157 ha als "Naturschutzgebiet" ausgewiesen.In älterer Literatur wird der Arbersee stets als trüber, dunkler Moorsee geschildert. Erst in den letzten Jahrzehnten erfolgte eine merkliche Aufklarung des Wassers. Sie ist eine Folge der Luftverschmutzung: Die sauren Niederschläge lösen Aluminium aus dem Waldboden, das durch die Zuflüsse in den See geschwemmt wird. Dort flockt dieses Metall aus und zieht die trüben Huminstoffe zu Boden. Somit wird das Wasser des Sees klar. Diese starke Versauerung hat auch eine Verarmung der Pflanzen- und Tierwelt zur Folge. Der in alten Erzählungen und Sagen gerühmte Fischreichtum des Sees ist längst dahin."Schwimmende Inseln"Durch den Aufstau des Arbersees im 19. Jahrhundert zum Zwecke der Holztrift lösten sich die Moordecken vom jetzigen Seeboden ab, die "schwimmenden Inseln" entstanden. Wie der Name bereits verrät, sind diese ohne feste Verbindung zum Untergrund und heben und senken sich mit den Schwankungen des Wasserspiegels. Am Großen Arbersee erstreckt sich ein 2 ha großer "Schwimmrasen" vom westlichen Ufer aus über die Seeoberfläche. Die "Moordecke" ist zwischen 1,5 m und 3,5 m dick, es gibt allerdings auch Bereiche, die nur eine wenige Zentimeter mächtige "Moorfilzschicht" aufweisen. Deshalb kann das Betreten der Inseln durchaus lebensgefährlich sein.(aus "Der Große Arber", Herausgeber: Naturpark Bayerischer Wald e. V.)2601Großer Arbersee im Herbst (Foto: Tourist-Info Bayerisch Eisenstein)2602Großer Arbersee (Foto: Tourist-Info Bayerisch Eisenstein)1312Bootfahren am Großen Arbersee


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