MenüHotline

Wolfauslassen

Kimmt da Hirt mid sana Girt...

Das Wolfauslassen im Bayerischen Wald hat eine jahrhundertelange Tradition. In früheren Jahren, als es noch wilde Tiere im Bayerischen Wald gab und die Bauern Sorge um ihr Vieh haben mussten, dass dieses, ihr Lebensunterhalt, durch Wölfe und ähnliches zu Schaden käme, wurde vor den strengen Wintern der „Wolf ausgetrieben“, d. h. mit ohrenbetäubendem Geläut von Kuhglocken und dem lauten Schnalzen von Goaßln die wilden Tiere von dem Vieh ferngehalten.


Im Spätherbst, nach der Hirten-Saison, die das Vieh auf den Hochweiden, den sogenannten Schachten, des Bayerischen Waldes mit einem Hirten verbracht hatte, wurden die Rinder und Ziegen wieder herunter in den Ort gebracht, und die Hirten gingen von Bauern zu Bauern um ihren Lohn für die Hütetätigkeit einzufordern. Dabei wurde der Hüterspruch aufgesagt.

Heute werden von einigen Bauern immer noch Rinder und auch einige Ziegen den Sommer über auf die Schachten gebracht, auch im Herbst wird das-Vieh wieder herunter getrieben (einige Bauern haben hierauf noch das Hüterecht auf ihrem Grund und Boden), aber die Hirten werden ganz normal entlöhnt für Ihre Tätigkeit.


Die Burschen und jungen Männer des Ortes tragen aber diesen alten Brauch von Generation zu Generation weiter und ziehen jedes Jahr an Martini, am 11. November, oft auch schon Vortag, mit großen Kuhglocken behangen von Bauern zu Bauern, auch anderen Honorationen des Ortes, und es wird auch immer noch der Hirtenspruch lautstark kundgetan. Begleitet werden die Burschen und Männer von den „Goaßlschnalzern“, die mit langen gebundenen Seilen, Goaßl genannt, knallen und dies oft schon vorher wochenlang üben. Also keine Angst, wenn es bei uns heißt: „Hier ist der Wolf los!“

Kekse! Bodenmais.de verwendet Cookies und nimmt den Datenschutz ernst - wenn Sie diese Seite weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. zum Datenschutz

Zustimmen