Symbolischer Spatenstich für die schulische Ganztagsbetreuung in Bodenmais

 

Bodenmais.

Mit einem symbolischen Spatenstich auch ganz offiziell gestartet sind die Bauarbeiten für einen Erweiterungsbau zum Aufbau einer Ganztagsschule an der Grund- und Mittelschule Bodenmais. Auf dem Schulgelände entsteht entlang der Teisnacher Straße ein modernes Funktionsgebäude mit 430 qm Nutzfläche auf zwei Stockwerken. Es beinhaltet neben einem Speisesaal und einer Aufbereitungsküche auch Aufenthaltsräume einen Ruheraum sowie Technik, Lager- und Toilettenräume.

Zum Auftakt des 4,3 Millionen Euro teuren gemeindlichen Großprojekts konnte Bürgermeister Michael Adam neben Marktgemeinderat und Schulleitung auch Vertreter der involvierten Planungsbüros sowie der Bodenmaiser Weikl-Gruppe, die mit den Baumeisterarbeiten beauftragt wurde, begrüßen. „Für uns ist dies heute ein Tag der Freude. Andererseits: Was die Abgeordneten des Bundestags nur ein kurzes Handheben kostete, ist für die Kommunen in ganz Deutschland eine große finanzielle und organisatorische Herausforderung: Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an den Grundschulen – beginnend ab 2026 mit den ersten Klassen“, führte Bürgermeister Michael Adam aus.

Er sei jedoch froh und dankbar, dass alle Beteiligten in Bodenmais die neue Pflichtaufgaben als große Chance begreifen. Schließlich gehörte die Mittelschule Bodenmais zu den ersten in Niederbayern, die seinerzeit eine gebundene Ganztagsklasse eingeführt hätten. Inzwischen erstrecke sich das erprobte und bewährte Konzept auf die Mittelschulklassen sieben bis zehn, an der Grundschule werde bereits seit Einführung dieses Angebots offene Ganztagsbetreuung angeboten. Daher sei der neue Rechtsanspruch für Bodenmais nur die logische Weiterentwicklung der bisherigen Angebote. „Ganztag bedeutet ein gemeinsames Mittagessen, qualifizierte Hausaufgabenbetreuung, oftmals auch einen echten Beitrag zu Chancengleichheit und Integration – und damit eine erhebliche Verbesserung der Lernqualität“, ist sich Adam sicher. Von den neuen Räumlichkeiten für die Grundschüler profitierten letztlich auch die Mittelschüler, weil bislang von der Grundschule genutzte Räume im Bestandsgebäude für die Mittelschule frei würden.

Seinen Dank sprach der Rathauschef der Regierung von Niederbayern aus, die den Neubau mit 75 Betreuungsplätzen aus Bundes- und Landesmitteln mit 6.000 Euro Investitionspauschale bzw. 1.500 Euro Ausstattungszuschuss je Platz fördert. Ferner dankte er Marktgemeinderäten, Planern und Schulfamilie für ihre intensive Mitarbeit während der Planungs- und Vorbereitungsphase des Projekts.

Schulleiter Richard Lang, der mit Konrektor Ingo Rankl gekommen war, dankte zunächst dem Sachaufwandsträger Markt Bodenmais für die Bereitstellung der entsprechenden Haushaltsmittel. „Auch wenn es hier um viel Geld geht, lehrt uns die Geschichte, dass am Ende nur eines teurer sei, als Bildung: Keine Bildung“, so Lang. Aus Sicht der Schulfamilie zeige sich ein klarer und nachweisbarer Zusammenhang zwischen dem Konzept der Ganztagsbetreuung und den schulischen Ergebnissen: Dem vergleichsweise hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit qualifizierendem Mittelschulabschluss in den neunten Klassen und der Tatsache, dass alle Zehntklässler mit der Mittleren Reife abschließen.

Daniela Engelmann von Hausfreunde Architekten bedankte sich bei Bürgermeister und Marktgemeinderat für den Auftrag und die sehr gute Zusammenarbeit während der Planungsphase. Christian Weikl, Geschäftsführer der gleichnamigen Weikl-Gruppe aus Bodenmais, brachte ebenfalls seinen Dank zum Ausdruck und betonte, dass es für das Unternehmen sehr erfreulich sei, diesen Auftrag in der eigenen Heimatgemeinde ausführen zu dürfen.

 

 

Bildunterschrift (v.l.):

Bürgermeister Michael Adam, 2. Bürgermeister Jochen Koller, 3. Bürgermeister Tobias Krenn, Abteilungseiter Knut Hasselbach, Peter Seemann (Heininger und Seemann), Daniela Engelmann und Will Smith (Hausfreunde Architekten), Schulleiter Richard Lang (im Bagger), Konrektor Ingo Rankl, Marktgemeinderäte Uli Rechenmacher, Thomas Weinberger, Karl Koller und Otto Freimuth sowie Franz Weikl sen., Bauleiteiter Josef Zaglauer und Christian Weikl von der Weikl-Gruppe.


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