Bodenmais hat Deutschlands schönsten Wanderweg 2026

Mit den wildromantischen Rißlochwasserfällen und dem malerischen Hochfall bietet Bodenmais die zwei höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes. Der „Wildes-Wasser-Weg“ verbindet die beiden Naturschauspiele miteinander. 2026 wurde die Tour zu Deutschlands schönstem Wanderweg gewählt. Die 12 Kilometer lange Wanderung setzte sich bei der von der Fachzeitschrift „Wandermagazin“ durchgeführten Wahl in der Kategorie Tagestour gegen die Konkurrenz aus ganz Deutschland durch.

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Die Magie der Wasserfälle:
Der Wildes-Wasser-Weg gehört zu den beliebtesten Wanderungen in und rund um Bodenmais ist 12 Kilometer lang und dauert etwa 4 bis 5 Stunden.

Von Bodenmais startend führt die „Wildes Wasser“-Wanderung durch herrlichen Bergmischwald zunächst zum Hochfall. Mit seinem imposanten acht Meter hohem Wasserfall gehört er zu den schönsten Flecken rund um den beliebten Urlaubsort. Über Jahrtausende hat sich hier das Wasser des Moosbachs in das harte Gestein hineingemeißelt und eine Art Pool geformt. Dann fließt es unter einer Holzbrücke durch, um abermals ein paar Meter in die Tiefe zu stürzen.

Das Quellgebiet des Moosbach liegt zwischen dem Kleinen Arber und dem Enzian auf einer Meereshöhe von etwa 1160 Meter. Westlich von Bodenmais mündet der Moosbach nach Überwindung von 580 Höhenmetern in den Rothbach, welcher später in den Schwarzen Regen fließt. Das Wasser reist über Regensburg in die Donau und weiter bis ins Schwarze Meer

 

Urwald in der Rißlochschlucht

Über schmale Steige führt die Tour weiter zum Sturmriegel, wo Bänke und ein neuer Fotospot in Form eines Herzens zum traumhaften Ausblick auf Bodenmais und zu einer Brotzeit- und Fotopause einladen, und hinein in die Rißlochschlucht. Das Rißloch gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten Bayerns und hat damit einen wunderbaren Urwald-Charakter. Bereits im Jahr 1939 wurde es als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Altbäume und Totholz verbleiben und dienen vielen Tier- und Pilzarten als Lebensraum. Spechte, wie der Bunt, Schwarz- oder der seltenere Dreizehenspecht zimmern hier ihre Baumhöhlen, welche anschließend von Fledermäusen, Hohltauben oder Sperlingskauz bewohnt werden. Kaum etwas ist so voller Leben wie Totholz!

Das Tosen der Wassermassen kommt näher. Die Rißlochwasserfälle sind erreicht. In mehreren Kaskaden stürzen sie insgesamt 55 Meter in die Tiefe, der Hauptfall misst dabei beachtliche 15 Meter. Es lohnt sich, innezuhalten, das beruhigende Spiel des Wassers zu beobachten und die erfrischende Waldluft zu genießen, bevor mit Blick auf die Schlucht zurück nach Bodenmais gewandert wird, wo zum Abschluss im Ortszentrum eine verdiente Einkehr in einem der Wirtshäuser wartet.

 

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