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Bodenmais heizt klimafreundlich

Gemeinde, BTM und Bayerische Staatsforsten starten gemeinsame Nachhaltigkeits-Kampagne

Das Thema Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle – auch im Tourismus. „Urlaubsentscheidungen werden immer häufiger auch dadurch beeinflusst, wie klimafreundlich und ökologisch die Reise, das Hotel, das Restaurant ist“, erklärt Marco Felgenhauer, Geschäftsführer der Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH (BTM). Aus diesem Grund hat die BTM gemeinsam mit der Gemeinde Bodenmais und der Waldenergie Bodenmais GmbH (WEBo), die als 100prozentige Tochter der Bayerischen Staatsforsten das Biomasseheizwerk betreibt, nun eine Nachhaltigkeits-Kampagne mit dem Motto „Wir heizen für Sie mit Waldenergie. Nachhaltig. Regional. Klimafreundlich.“ gestartet. 

 

Bereits über 60 Abnehmer am Heizwerk angeschlossen

Bei einem Vor-Ort-Termin am Bodenmaiser Biomasseheizwerk wurde nun eine zweimal drei Meter große Tafel enthüllt, auf der der neue Slogan prangt. Die Tafel gibt es auch im Kleinformat, gefertigt von Holz.Lieb.Ich aus Zwiesel, passenderweise eine grüne Manufaktur. Die kleinen Holztafeln, die aus heimischen Hölzern hergestellt wurden, können sich nun alle, die ihre Energie aus dem Biomasseheizwerk beziehen, am Eingang oder an der Rezeption aufhängen. Inzwischen werden bereits über 60 Betriebe, öffentliche Einrichtungen und Privathäuser, darunter das Silberberg Hallen- und Freibad, das Vital-Zentrum, mehrere Hotels, Pensionen und Gaststätten, das neue Camping-Resort, Joska Kristall, die Schule, das Rathaus, das Feuerwehrhaus sowie die Silberberg-Klinik von der Waldenergie Bodenmais mit klimafreundlicher Wärme versorgt. Tendenz steigend.

„Der Landkreis Regen ist der waldreichste Landkreis Deutschlands, da passt es wie die Faust aufs Auge, dass in Bodenmais mit seinen vielen Hotels und touristischen Einrichtungen mit klimafreundlicher Waldenergie geheizt wird“, erklärt Reinhard Strobl, der bis vor kurzem Bereichsleiter Immobilien bei den Bayerischen Staatsforsten war und nun seinen verdienten Ruhestand genießt. Strobl war einer derjenigen, die das Projekt des Bodenmaiser Biomasseheizwerkes über die Jahre hinweg begleitet haben.

„Kürzere Wege gibt es wohl kaum“

Bürgermeister Joli Haller pflichtet ihm bei: „Wir finanzieren hier keine Fantasien irgendwelcher Scheichs in Dubai. Wir haben alles vor Ort: Die Bäume für die Hackschnitzel, die Holzfäller, den Häcksler. Kürzere Wege gibt es wohl kaum.“ Die im Bodenmaiser Biomasseheizwerk verwendeten Hackschnitzel kommen ausschließlich aus der Region, von gehackten Fichtengipfeln. „Es wird nur Material verheizt, das im Forstbetrieb anfällt“, betont Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, der zugleich Geschäftsführer der Waldenergie Bodenmais GmbH ist. Auf kurzem Wege werden die Waldhackschnitzel aus den Wäldern rund um Bodenmais zum Heizkraftwerk geliefert.

 

Jährlich werden rund 1,3 Millionen Liter Heizöl eingespart

Ein kleines Rechenbeispiel, wie klimafreundlich das Biomasseheizwerk, das bereits 2011 in Betrieb ging, ist: Es wird so viel Wärme produziert, dass jährlich rund 1,3 Millionen Liter Heizöl eingespart werden können. „Rechnerisch werden so jedes Jahr etwa 3500 Tonnen CO2 vermieden“, weiß Jürgen Völkl. Damit erreicht die Gemeinde Bodenmais die Klimabündnisziele hinsichtlich der CO2-Reduktion.

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