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O’zapft is beim Bennofest!

Das Bodenmaiser Traditions-Volksfest findet jedes Jahr Mitte Juni statt

Eine kühle Maß Bier, ein schmackhaftes Hendl, ein gemütliches Zelt und zünftige Musik: Das alles vereint das Bodenmaiser „Bennofest“. Doch wo hat das Fest seinen Ursprung? Eigentlich heißt das „Bennofest“ St. Benno-Volksfest und hat einen kirchlichen Hintergrund. Denn am Namenstag des Heiligen Benno, dem „Bennotag“ am 16. Juni, wurde 1705 eine Nachbildung der schwarzen Maria von Loreto in Italien von der Maisrieder Kirche nahe Böbrach nach Bodenmais überführt. Die Nachbildung war ein Geschenk des damaligen Kurfürsten. Bei strömenden Regen hatte sich eine Pilgerschar aufgemacht, um die Muttergottes heim nach Bodenmais zu holen. Dabei klarte es nach tagelangem Regen ganz plötzlich auf und die Sonne brach durch die Wolken, als ob damit der Prozession der göttliche Segen gegeben wurde.

Die „schwarze Madonna“ in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt hat eine Höhe von 1,14 Metern und ist die Kopie der berühmten Madonna von Loreto in der italienischen Provinz Ancona. Mit schwarzem Gesicht, prunkvoller Krone, das Kind auf der Linken tragend und mit reichverzierten Gewändern bekleidet, steht das Gnadenbild auf dem Hochaltar der Pfarrkirche zu Bodenmais. Zum Gedenken an die Übertragung des Gnadenbildes findet jedes Jahr am folgenden Sonntag des Namenstages des Heiligen Benno, ein Festgottesdienst in der Katholischen Kirche „Mariä Himmelfahrt“ am Bodenmaiser Marktplatz und anschließend eine Prozession durch den Ort statt.

Das traditionelle Volksfest mit Festzelt und Fahrgeschäften wurde erst in den 1950er Jahren vom damaligen Bürgermeister Leopold Fleischmann eingeführt. Gemeinsam feiern und dabei einmal alle Sorgen und Nöten vergessen lautete sein Motto. Auf dem damaligen Sportplatz des TSV Bodenmais an der Jahnstraße, wo das „Bennofest“ auch heute noch stattfindet, wurden ein Festzelt und Buden aufgebaut. Es gab damals schon Fahrgeschäfte, Losstände und Buden mit allerlei süßen und deftigen Schmankerln. Kurze Zeit später übernahm der TSV selbst die Organisation des Festes. Seither ist das „Bennofest“ die finanzielle Lebensader des Vereins und fester Bestandteil der Volksfest-Saison in der ganzen Region. Es ist vor allem die waidlerische Gemütlichkeit, die das „Bennofest“ auszeichnet. Während die Erwachsenen im Zelt der zünftigen und fetzigen Musik lauschen, eine kühle Maß Festbier von der Brauerei Falter genießen und sich bayerisch-deftige Schmankerl von Franzl‘s Grillstube schmecken lassen, können sich Kinder beim Kinderkarussell, auf der Schiffschaukel, beim Autoscooter oder in den verschiedenen Buden austoben.