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Die heilende Kraft des Waldes

Hier Lesen Sie, warum ein täglicher Besuch bei „Dr. Wald“ gut für unsere Gesundheit ist

Bodenmais, auf 689 Meter gelegen, ist ein staatlich anerkannter heilklimatischer Kurort. Das Heilklima des Mittelgebirges und des Waldes ist gesundheitsfördernd für Körper, Geist und Seele. Gerade in Zeiten von Corona tut uns Menschen der Wald gut, er hat eine heilende Kraft. Das bestätigen auch Dr. Judith Haus, Lungenfachärztin in der Bodenmaiser Silberberg-Klinik, und Bernd Lauterbach, Landesvorsitzender des Bundes Deutscher Forstleute in Bayern (BDF). 

„Das Klima bei uns ist ein reizarmes, mildes Klima und eignet sich zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge und zur Rehabilitation nach schweren Krankheiten, bei Herz- Kreislaufkrankheiten, Atemwegserkrankungen und rheumatischen Erkrankungen“, erklärt Dr. Judith Haus. Das Waldklima sei gekennzeichnet durch eine kühle und insbesondere schadstofffreie Luft durch die Filterfunktion des Waldes. „Die von den Nadelbäumen in die Luft abgegebenen ätherischen Öle sind wohltuend für die Atemwege“, weiß die Lungenfachärztin.

„Der Anblick der grünen Bäume beruhigt“

Die zahlreichen, gut ausgebauten und beschilderten Wald-Wanderwege rund um Bodenmais laden zu langen Spaziergängen und Wanderungen ein. Dr. Judith Haus empfiehlt täglich zwei bis vier Stunden an der frischen Waldluft. Dabei müsse man sich nicht immer bewegen, auch das Ruhen in der Natur ist hilfreich. „Der Anblick der grünen Bäume und der reinen Natur hat eine beruhigende Wirkung und führt damit zum Abbau von seelischer Belastung und Stress“, so die Ärztin.

„Täglich ein Besuch bei Dr. Wald“

Das bekräftigt auch Bernd Lauterbach vom Bund Deutscher Forstleute: „Waldspaziergänge stärken das Immunsystem und die Psyche.“ Auch er empfiehlt „täglich einen längeren Besuch bei Dr. Wald“. Aktuelle Erkenntnisse von Medizinern über die heilende und stärkende Wirkung des Waldes sind für ihn und seine Forstkollegen absolut keine Neuigkeiten: „Dass Waldluft beruhigt, ausgleichend auf das Herz-Kreislaufsystem wirkt und durch die Bewegung an der Waldluft und die darin enthaltenen Stoffe (Terpene) die Lungenfunktion gestärkt wird, ist nicht einfach aus der Luft gegriffen“, erklärt Lauterbach. Besonders wohltuend wirke sich die entfaltende Vegetation im Frühlingswald aus. „Solange man kein wirksames Medikament und keine vorbeugend wirkende Impfung gegen Corona entwickelt hat, ist es das Beste, das Immunsystem bewusst aktiv zu stärken – und das geht am besten an der frischen Waldluft“, erklärt der Forstrevierleiter bei den Bayerischen Staatsforsten.

Der Wald stärkt den „Nerv der Ruhe“

Für Lauterbach ist klar, dass unser Immunsystem ein Ergebnis der langfristigen Evolution des Menschen und damit der immerwährenden Auseinandersetzung mit den Natur- und Umweltbedingungen ist. Deshalb sei es auch die Natur, die dieses Abwehrsystem gegen neue Angriffe trainieren, stärken und auf bisher unbekannte Viren vorbereiten kann. „Außerdem stärkt der Wald die Psyche des Menschen. Und die Psyche wiederum hat Einfluss auf die Stärke oder Schwäche des Immunsystems“, erklärt der BDF-Landeschef. Der Wald sei in der Lage, das parasympathische Nervensystem – den Nerv der Ruhe – zu stärken und könne den Menschen Ängste nehmen. Dazu sei es erforderlich, ganz in den Wald einzutauchen, ihn wahrzunehmen und auf sich wirken zu lassen. „Je mehr wir den Wald auf uns wirken lassen und ihn nicht nur als Kulisse wahrnehmen, umso größer ist seine Wirkung“, ist sich Bernd Lauterbach sicher.

Lungenfachärztin Dr. Judith Haus kann das bestätigen: „Dauerstress kann, wie wissenschaftlich nachgewiesen, zu einer deutlichen Schwächung der körpereigenen Abwehr führen. Der Mensch wird insbesondere für Infektionskrankheiten anfällig“, erläutert sie. Doch zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte können zahlreiche Maßnahmen ergriffen werden. „Ein wichtiger Bestandteil ist seelische Entspannung und körperliche Bewegung. Dieses können wir durch regelmäßige Spaziergänge in ruhiger Waldumgebung und sauberer Luft erreichen“, fährt sie fort.

Laut Förster Lauterbach ist die gesundheitliche Wirkung des Waldes lange unterschätzt worden. „Die Terpene, der Sauerstoff, das Licht und vor allem die Farbe Grün wirken sehr positiv auf uns Menschen“, erklärt er. Es werde zwar gegenwärtig viel über das Waldbaden aus Japan geredet, aber eigentlich hätten es die Deutschen erfunden. „Durch ihre Liebe zum Wald und die Freude am Spazierengehen. Denn nicht umsonst liegen Heilklimatische Kurorte, wie auch Bodenmaiser einer ist, in unmittelbarer Waldnähe“, führt Lauterbach weiter aus.

„Ohne ausreichend Bäume kein gesundes Klima“

Darüber hinaus sei das Ökosystem Wald in Zeiten von Kontaktsperren auch als weitläufiger Naturraum, in dem ausreichender Abstand zu anderen gewahrt werden kann, überaus wichtig für uns Menschen. „Seine Wirkung geht aber noch viel weiter, indem er den natürlichen Werkstoff Holz g nachhaltig produziert und der eine positive Wirkung im häuslichen Umfeld schafft“, erläutert der Förster.

Lauterbach ist sich sicher: „Der Wald erobert seine Bedeutung in unserem Leben zurück. Ohne ausreichend Bäume gibt es kein für die Menschen gesundes Klima.“

 

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