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Der Bodenmaiser Hausberg

der Silberberg

 

 

Einer der beliebtesten Urlaubsziele im Bayerischen Wald: der Silberberg. Sowohl im Sommer als auch im Winter warten auf dem Bodenmaiser Hausberg viele tolle Freizeitangebote für Jung und Alt. Egal ob rasante Rennen auf der Tubingbahn im Sommer oder Rodel- und Skispaß im Winter. Der Silberberg ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Das beliebte Urlaubsziel besitzt jedoch eine prägende Geschichte, die sich nicht um Freizeitvergnügen dreht...

 

 

Die Historie

Majestätisch thront der Silberberg mit seinen 955 Metern über dem Ort. Wegen seiner zwei Gipfel wird der Bodenmaiser Hausberg auch Bischofshaube genannt. Heute ist Bodenmais der beliebteste Ferienort im Bayerischen Wald. Die Geschichte der Bayerwald-Gemeinde ist jedoch untrennbar mit dem Bergbau verbunden. Über Jahrhunderte prägten Bergleute den Ort.

Geologisch ist der Silberberg ein Wunderberg. Über 60 Erze und ­Mineralien sind tief in seinem Innern zu finden, darunter Kupfer, Silber, Gold, Platin, Graphit oder Schwefel. „Bereits im 11. und 12. Jahrhundert ist im Silberberg nach Edelmetallen gesucht worden“, berichtet Herbert Bauer, einer der sechs Betreiber des heute Historischen Besucherbergwerks. Sein Vater war einer der letzten Bergmänner im Silberberg. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Bergbau 1463. Zu dieser Zeit wurde in den Gruben bei Bodenmais vor allem nach Silber gegraben. 1522 wurde Bodenmais schließlich zur „vollkommen gefreiten Bergstadt“ erhoben.

„Auch heute befindet sich im Berg noch Gold und Silber“ In einer Tonne Erz gewannen die Bergleute sieben bis zehn Gramm Silber und ein bis zwei Gramm Gold. „Auch heute befindet sich im Berg noch Gold und Silber, allerdings lohnt sich der Abbau nicht mehr“, erklärt Bauer. Nachdem die Gewinnung der Edelmetalle zurückging, stellte sich das Bodenmaiser Bergwerk 1542 auf die Erzeugung von Vitriol um, das damals insbesondere zum Färben von Stoffen verwendet wurde. Doch ab 1760 geriet auch der Absatz von Vitriol ins Stocken. Die findigen Bergleute wussten sich ab er zu helfen. Durch ein neues Verfahren aus Eisenoxid Polierrot zu erzeugen, das zum Schleifen von Gläsern verwendet wurde, erlebte das Silberbergwerk zwischen 1870 und 1914 seine Blütezeit. Bodenmaiser Polierrot ging in die ganze Welt. Zu dieser Zeit arbeiteten etwa 200 Männer im Berg. Die Arbeit tief in den Stollen war knochenschwer. Bei staubiger Luft, kaum Licht und donnerndem Lärm mussten die Bergleute Tag für Tag stundenlange Schwerstarbeit verrichten. „Viele der Männer trugen einen Gehörschaden davon und starben frühzeitig an einer Staublunge“, weiß Bauer.

Nach dem zweiten Weltkrieg ging die Produktion im Silberberg weiter. Das Polierrot fand anfangs wieder reißenden Absatz. Durch die Entwicklung neuer Herstellungsverfahren war das Bergwerk bald jedoch nicht mehr konkurrenzfähig. Am 27. Mai 1962 endete schließlich die Zeit des Bergbaus in Bodenmais. An diesem Tag fuhren die verbliebenen 60 Bergleute die letzte Schicht. Die Bezahlung zu dieser Zeit Betrug rund zwei D-Mark in der Stunde.

Wer mehr über die Geschichte des Bergbaus im Silberberg erfahren will, der sollte unbedingt bei einer Führung mit dabei sein. Im Barbarastollen erlebst du den Bergbau aus einer anderen Zeit hautnah. Mit Helm und Kittel ausgerüstet geht‘s los. Der Bergmannsgruß „Glück auf“ wird dich in den Berg begleiten. Durch den über 600 Meter langen Barbarastollen führt dich der Weg tief ins Innere des Silberberges bis zu einer gewaltigen Höhlung, dem Großen Barbaraverhau. Du wirst dabei beeindruckende Maschinen und Förderschächte in Funktion erleben. Natürlich erzählt dir dein Bergführer die Geschichten und Mythen der vergangenen Zeiten.

 

Der Erlebnisberg im Sommer

Rodel- und Tubingbahn, Klettergarten oder Bogen-Parcour: Auf dem Bodenmaiser Hausberg, dem Silberberg, kommt gewiss keine Langeweile auf! Viele Attraktionen machen den 955 Meter hohen Silberberg zu einem Erlebnisberg für die ganze Familie. Neben dem historischen Besucherbergwerk tief im Inneren des Berges bietet der Bodenmaiser Hausberg eine rasante Sommerrodelbahn, eine Sommer-Tubingbahn, einen Kinder-Klettergarten und spannende Spielplätze inmitten einer traumhaft schönen Landschaft. 600 Meter Fahrspaß für jedes Alter verspricht die abwechslungsreiche Sommerrodelbahn – ob blitzschnell oder gemächlich. Du legst dich in rasante Kurven und beschleunigst auf langgezogenen Geraden. Die Sommerrodelbahn ist ein echtes Rennerlebnis! Über Steilkurven den Silberberg heruntersausen – das kann man auf der Rodelbahn bereits seit Jahren. Nun bietet die Silberbergbahn mit einer „Sommer-Tubing“-Anlage eine spritzige Alternative. Auf der 200 Meter langen kurvigen Strecke kommen spezielle aufgeblasene Schlauchreifen zum Einsatz, die auf einer zwei Meter breiten Spezialunterlage Gleiteigenschaften wie auf Schnee entfalten. Zurück nach oben geht's über einen Zauberteppich, den junge Brettlfans aus dem Winter längst kennen. Mama und Papa können es sich in der Bergmann-Schänke, in der Silberberg-Alm oder bei Herberts Bar gemütlich machen. Wer sich „ausgerodelt“ und „ausgetubt“ hat, fährt mit dem Sessellift zum Silberberggipfel, geht ins Silberbergwerk unter Tage, übt sich im neuen Klettergarten, testet seine Zielsicherheit beim Bogen-Parcours oder spielt sich auf dem Abenteuerspielplatz glücklich. Die Möglichkeiten am Silberberg einen tollen Tag zu verbringen sind vielfältig! Wenn Mama und Papa nicht bei jeder Aktivität dabei sein wollen – kein Problem - sie können es sich in der Bergmann-Schänke, in der Silberberg-Alm oder bei Herberts Bar gemütlich machen.

Pistenglück auf dem Silberberg

Mit seinen 955 Metern Höhe, seinen familienfreundlichen Abfahrten und dem Kinder-Skipark ist der Silberberg das ideale Skigebiet für Familien. Im Kinder-Skipark können die kleinen Skisportler erste Rutschversuche unternehmen, denn sie werden dabei von einem Zauberteppich und einem Skikarussell unterstützt. Ein eigener Kinderlift ist für die Skizwerge in Betrieb, sodass Kinder hier ganz stressfrei Skifahren lernen können. Alpinskifahrer und Snowboarder kommen auf den Skiabfahrten ebenfalls auf ihre Kosten. Für die zünftige Einkehr ist auf dem Bodenmaiser Hausberg ebenfalls gesorgt: Die Silberberg-Alm sowie die Bergmann-Schänke und Herberts Bar an der Mittelstation laden zum gemütlichen Après-Ski ein. Jede Menge Spaß verspricht außerdem die rasante Schlittenbahn von der Mittel- bis zur Talstation. Wer ist schneller unterwegs? Und natürlich kann der Silberberg im Winter auch zu Fuß, am besten mit Schneeschuhen, erklommen werden. Genießen Sie doch den winterlichen Sonnenuntergang droben auf dem Gipfel!

Glück auf und bis bald am Silberberg!

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