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Edi, das Eichhörnchen, ist ein schlaues Kerlchen und weiß so allerhand über Bodenmais, den Bayerischen Wald und die ganze Welt. Und mit euch, liebe Kinder, teilt er sein Wissen gerne! Im Herbst ändert sich viel in der Natur, das habt ihr bestimmt auch schon einmal beobachtet. Vor allem an den Bäumen verwandelt sich die grüne Farbe der Blätter plötzlich in gelb, rot oder braun. Aber warum eigentlich? Was passiert mit den Blättern? Malt da etwa ein kleiner Kobold die Blätter über Nacht an? Ich erkläre es euch liebend gerne!

 

Die Bäume machen Winterschlaf. Vielleicht habt ihr schon einmal gehört, dass die Blätter der Bäume zusammen mit der Sonne und Wasser dafür zuständig sind, frischen Sauerstoff herzustellen. Sauerstoff ist für uns Menschen lebenswichtig, denn er ist in der Luft, die wir zum Atmen brauchen. Die meiste Arbeit bei der Sauerstoffherstellung in einem Blatt übernimmt dabei ein Farbstoff, dieser heißt Chlorophyll und ist grün. Wenn die Sonne im Herbst kürzer scheint und somit weniger Sonnenlicht die Blätter erreicht, funktioniert diese Sauerstoffproduktion nicht mehr so gut. Für den Baum ist das ein Zeichen, dass der Winter bald kommt und er sich auf seinen Winterschlaf vorbereiten muss. Deshalb beginnt der Baum im Herbst damit, die Nährstoffe aus den Blättern, einschließlich des grünen Blattfarbstoffs, in seinen Ästen, seinem Stamm und den Wurzeln einzulagern. Die Nährstoffe braucht er, um den kalten, dunklen Winter zu überstehen und das wichtige Chlorophyll wird natürlich auch im nächsten Frühjahr für die neuen Blätter wieder gebraucht. Wenn der Baum alle Nährstoffe aus den Blättern in den Stamm und die Wurzeln „geräumt“ hat, sind die Blätter nutzlos. Auch das Grün aus dem Chlorophyll fehlt ihnen. Was dann übrig bleibt, sind andere Farbstoffe, die von Baumart zu Baumart unterschiedlich sind.

So färben sich Lärchen- und Birkenblätter goldgelb. Eichenund Ahornblättern werden rot sowie Buche und Eiche braun. Weil der Baum die Blätter nicht mehr braucht, fallen sie nach kurzer Zeit ab. Warum halten Bäume Winterschlaf? Ein wichtiger Grund ist, dass in den Zellen der Blätter Wasser enthalten ist, das im Winter zu Eiskristallen gefriert. Aber auch das Wasser im Boden gefriert. Damit ist die Wasserversorgung des Baumes nicht mehr möglich. Die Blätter sind noch nützlich. Liegt eine Schicht Herbstlaub über den Wurzeln von Büschen, Beerensträuchern oder Blumenbeeten, so werden diese vor Frost geschützt und versorgen die Pfl anzen auch im Winter mit wertvollen Nährstoff en. Auch Spinnen, Würmer, Insekten, Eidechsen, Frösche und natürlich auch Igel freuen sich über gemütliche Laubhaufen auf der Suche nach einem geeigneten Ort für ihren Winterschlaf. Ich hoff e, ihr habt wieder etwas gelernt! Euer Edi, das Eichhörnchen

 

 

 

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