Klick mich!

Die Glaskünstlerin

aus Bodenmais

Hier ein gelber Elefant, dort ein lila Schmetterling und da drüben eine blaue Eule: In Sandra Weinbergers Laden geht es tierisch bunt zu. Die Bodenmaiserin ist Glasveredlerin und betreibt in der Bahnhofstraße ein eigenes Geschäft. Glas ist die Leidenschaft der 46-Jährigen. „Glas ist ein so spannendes und vielschichtiges Material. Besonders liebe ich das Spiel mit den Farben“, erzählt sie. Dieses Jahr im Dezember feiert Weinberger das zehnjährige Bestehen ihres Geschäfts „Glas 22“, das sich in ihrem Elternhaus befindet. Der Name ist der Hausnummer „Bahnhofstraße 22“ entsprungen.

 

 

„Man macht Kunst für die Seele“

 

Sandra Weinberger hat große Freude daran, etwas mit ihren eigenen Händen zu kreieren. „Es macht mich glücklich zu sehen, was ich geschaffen habe“, erklärt die Bodenmaiserin und ergänzt: „Man macht Kunst, weil man die Seele pflegen und ihr Gutes tun möchte.“ Besonders glücklich ist sie, wenn dem Kunden eines ihrer Werke gefällt und er es so schön findet, dass er es sich in die Wohnung oder in den Garten stellt. Im Sortiment hat die Glasdesignerin Deko für drinnen und draußen. Insbesondere Tiere kommen bei den Kunden sehr gut an. „Allen voran Katzen sind sehr beliebt“, sagt Weinberger. So gibt es neben den Stubentigern auch gläserne Elefanten, Vögel, Schmetterlinge, Eulen, Bienen, Fische und viele weitere Tiere. Auch gläserne Uhren und Teelichthalter fertigt sie an, beispielsweise in Form eines Baumes oder eines Blattes.

 

 

Inspirationen aus der Natur

 

Inspiration für ihre Glasobjekte holt sich Weinberger aus der Natur, vor allem auch rund um ihren Heimatort Bodenmais. Sie ist Naturmensch und Sportlerin, geht gerne Langlaufen und Rennradfahren, früher auch Laufen. „Aber auch im Internet, in Zeitschriften und im Fernsehen hole ich mir Ideen“, verrät die Glasveredlerin. Gerne nimmt sie auch Vorschläge und Wünsche von Kunden auf. Ihre Werke entstehen in echter Handarbeit. Ihre Werkstatt ist direkt an das Geschäft angeschlossen. Zunächst bringt Weinberger Flachglas mittels Ausschneiden in die gewünschte Form. Im Anschluss werden die Glasteile mit Farbgranulat bestreut. „Dabei sind nahezu alle Farbvariationen möglich“, erklärt Weinberger. Schließlich kommen die Glasobjekte für rund 20 Stunden in einen 840°C heißen Schmelzofen. „Der Moment des Öffnens des Ofens ist immer der spannendste“, erzählt die Glasdesignerin. Am Schluss folgt die Veredelung. Die Glasobjekte werden geschliff en, geklebt und gegebenenfalls Löcher zum Aufhängen gebohrt. „Glas lässt sich auch wunderbar mit Holz oder Metall kombinieren“, erklärt sie.

 

 

„Die Fusing-Technik faszinierte mich sofort“

 

Eigentlich hat Sandra Weinberger zunächst Hotelfachfrau im Hotel Hofbräuhaus in Bodenmais gelernt. „Doch dann war mir nach etwas Neuem“, erzählt sie. Schließlich ist sie auf den Werkstoff Glas und die Glasfachschule im nahen Zwiesel aufmerksam geworden. Dort hat sie Glasveredelung mit Schwerpunkt Glasgravur gelernt. „Damals steckte die Fusing-Technik, die ich heute nutze, noch in den Kinderschuhen, aber ich war sofort fasziniert davon“, erinnert sie sich. Nach der Ausbildung arbeitete Weinberger 14 Jahre lang als Glasveredlerin im Möbelund Einzelhandel. Durch ihre Arbeit war sie in ganz Deutschland unterwegs – bis sie sich im Dezember 2011 den Traum von einem eigenen Laden in ihrer Heimat Bodenmais erfüllte. Da Bodenmais eine jahrhundertealte Glasmachertradition hat, passte das wie die Faust aufs Auge. „Ich bin seit dem ersten Tag sehr zufrieden und habe die Entscheidung nicht bereut“, erklärt sie. Zwar mache auch ihr die Corona-Krise zu schaff en, aber sie ist ein positiver Mensch – und freut sich schon wieder darauf, Kunden mit ihrer Glaskunst glücklich zu machen.

 

 

GLAS 22

Sandra Weinberger 

Bahnhofstraße 22 - 94249 Bodenmais

Telefon: 09924 905561

sandra.weinberger@glas22.de

 

 

UNTERKUNFT SUCHEN & BUCHEN

Webcam