Klick mich!

Die Gutsalm Harlachberg

und ihre Historie

Heute ist der Harlachberg (913 Meter) mit der unterhalb des Gipfels liegenden GutsAlm ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ausflügler. Das war freilich nicht immer so. Wir blicken auf die spannende Geschichte der Bodenmaiser Einöde zurück

Mitten auf einer idyllischen Waldlichtung unterhalb der Harlachberger Spitze (913 Meter) liegt die GutsAlm Harlachberg. Mit ihrer gemütlichen Gaststube und dem original bayerischen Biergarten ist sie ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ausflügler. Auch Übernachtungsgäste schätzen das Gästehaus, die romantischen Wiesnschlafhäusl und die zum Anwesen gehörende Villa. Mit dem kleinen Weiher, dem Atelierhaus und der historischen Kapelle bietet die GutsAlm auch den passenden Rahmen für Hochzeiten, Tagungen und Seminare. Doch bevor die GutsAlm Harlachberg zu dem beliebten Ausfl ugsziel wurde, das sie heute ist, verging eine bewegte Geschichte. Wir blicken darauf zurück. Die Einöde entsteht bereits vor fast 500 Jahren, zwischen 1552 und 1556. Sie gehört damals zum Nachbarort Böbrach und wird anfangs als „Harlasperg" bezeichnet. 1577 sitzt auf dem Harlachberg ein Hannß Harlasperger. Er dürfte namensgebend für die Einöde gewesen sein. Schon damals befand sich ein bewirtschaftetes Gut auf der kleinen Waldlichtung unterhalb der Harlachberger Spitze. 1578 geht der Harlachberg durch eine erbrechtliche Schenkung von Herzog Albrecht V. von Bayern in die sogenannte Hofmark Bodenmais über. 

 

Jagd auf Hirsche, Bären und Wölfe

In den folgenden Jahrhunderten bewirtschaften verschiedene Inhaber mit deren Gesinde den Harlachberg mit Ackerbau und Viehhaltung. Auch „Wildgrüben“ werden auf dem Berg eingesetzt, mit deren Hilfe Hirsche, Bären und Wölfe gejagt werden. 1747 wird eine kleine, hölzerne Privatkapelle errichtet, die nach einer Renovierung im Jahr 2000 noch heute steht. Über die Jahrhunderte hinweg wird die Einöde stetig erweitert. Zum Anwesen gehören neben Äckern und Wiesen ein Wohnhaus, Stadel, Kuhstall, Pferde- und Ochsenstall, Streuschupfe, Getreidekasten, Backofen und Hofraum. Im Jahr 1903 erwirbt Oberamtsrichter Otto Segl den Besitz und erbaut am Harlachberg 1907 eine Jugendstilvilla, die er mit seiner Familie bewohnt. Die Villa ist bis heute erhalten geblieben und wurde von der Familie Kraus, den heutigen Inhabern, gemeinsam mit der alten Kapelle liebevoll saniert. Als die letzten Villenbewohner, die Familie Segl-Klee, 2005 verstirbt, geht das Anwesen Harlachberg an eine Erbengemeinschaft über und wird Anfang 2007 an den Sägewerksbesitzer Heinrich Kraus verkauft.
 

     

     

    Bei der wunderschönen Gutsalm Harlachberg kannst du auch Urlaub machen: erkundige dich » hier

    Bei Fragen helfen wir dir auch gerne persönlich weiter:
    telefonisch: 09924/778-135
    Mail: info@bodenmais.de
    oder im Chat: www.bodenmais.de

     

     

    Ein wütender Orkan und ein Neuanfang
    Die Unterschrift des Kaufvertrags war kaum getrocknet, als am 18. und 19. Januar 2007 der Orkan Kyrill über Mitteleuropa hinwegfegt und auch auf den Harlachberg triff t. Der wütende Orkan erreicht Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde und verursacht alleine in Deutschland Schäden in Höhe von rund 4,2 Milliarden Euro. Die stürmische Wut zerstört fast den gesamten Waldbestand des Harlachbergs und dünnt die ehemals kleine Waldlichtung zu einer riesigen Freifl äche aus. „Der Anblick war verheerend und die ursprünglich gedachte, wirtschaftliche Holznutzung nicht mehr möglich“, berichtet Anneliese Kraus, die heutige Chefin auf der GutsAlm. „Zu allem Unglück verstarb plötzlich mein Schwiegervater Heinrich im selben Jahr. Mein Mann Reinhard und ich mussten völlig umdenken“, erinnert sie sich weiter. Doch die Familie Kraus nahm die immense Herausforderung des Erbes mutig an und entwickelte in den Folgejahren ein neues Nutzungskonzept. Daraus erwuchs die Idee, auf der Lichtung des Harlachbergs ein Anwesen für Tourismus und Gastronomie zu gestalten. „Dabei war uns wichtig, den alten Gebäudebestand zu erhalten und den wunderschönen Berg wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – was uns gelungen ist“, so die Inhaberin. Am 3. Oktober 2012 ist es schließlich soweit und die GutsAlm Harlachberg feiert Eröffnung. Das schmucke Anwesen hat sich seitdem einen beliebten Namen bei seinen Gästen gemacht und repräsentiert die Schönheit des Bayerischen Waldes in seiner besten Form.

    UNTERKUNFT SUCHEN & BUCHEN