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Im Reich der Fledermäuse

am Silberberg in Bodenmais

Der Silberberg ist das Wahrzeichen von Bodenmais. Der markante Felsgipfel, wegen seines Doppelgipfels auch „Bischofshaube“ genannt, thront gleichsam über dem Markt Bodenmais, der sich zu seinen Füßen hin ausbreitet. Die Geschichte von Bodenmais ist untrennbar mit der Geschichte des Bergbaus am Silberberg verbunden. Aber der Silberberg birgt mehr Geheimnisse. In den über 20 Kilometer langen Stollengängen beherbergt er über 60 verschiedene Mineralien. Und noch etwas verbirgt der Silberberg ganz tief in seinen Stollen: Fledermäuse, die hier eines der größten Winterquartiere Mitteleuropas haben. Bei der „Gottesgab“ lassen sie sich abends beim Ausfliegen des Stollens beobachten. Besondere Kostbarkeiten am Silberberg sind die Borstgrasrasen, die Schlucht- und Hangmischwälder, die Auenwälder und die Moorwälder. Weitere bedeutsame Lebensräume sind die nährstoffarmen Berg-Mähwiesen, die Pfeifengrasstreuwiesen auf feuchten bis nassen Standorten, und die naturnahen Buchenmischwälder. Aufgrund dieser vielfältigen, sogenannten prioritären Lebensräume, sowie dem überregional bedeutsamen Fledermausquartier gehört der Silberberg zum europaweiten Schutzgebietssystem „Natura 2000“. Das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Silberberg“ (FFH-Gebiet) umfasst 316 Hektar.

     

     

    „Hier haben wir nicht nur eine lokale Verantwortung uns für den Natur- und Fledermausschutz einzusetzen, sondern eine überregionale, wenn nicht europaweite Verantwortung“, betont Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion. „Daher wird Natura 2000 künftig verstärkt Arbeitsschwerpunkt der Gebietsbetreuer in Bayern sein“.

     

     

    Die kleinen Schatten der Nacht
    Vorrangiges Ziel des FFH-Gebiets ist es, diesen Strukturreichtum an Lebensräumen und das überregional bedeutsame Fledermausquartier in den Bergwerksstollen zu erhalten. Mit 18 verschiedenen Fledermausarten gehört der Silberberg zu den artenreichsten Gebieten im gesamten Bayerischen Wald. Er ist ein wichtiges Balzgebiet und auch Winterquartier. Da es im Bayerischen Wald kaum natürliche Höhlen gibt, werden hauptsächlich aufgelassene Bergwerkstollen von den Fledermäusen für ihren Winterschlaf genutzt. Die Winter quartiere müssen feucht und kühl, aber frostfrei sein. Während des Winterschlafs sind alle Körperfunktionen der Fledermäuse auf ein Minimum reduziert und der Energieverbrauch äußerst gering, beispiels weise benötigen sie dann nur einen Atemzug pro 90 Minuten. Beim größten Übertageabbau – der Gottesgab – lädt ein Aussichtssteg zum Besuch ein. Dieser wurde in Zusammenarbeit vom Markt Bodenmais und dem Naturpark Bayerischer Wald vor Kurzem erneuert und bietet einen beeindruckenden Einblick in die Gottesgab. Das Farbenspiel aus blauen, gelben, weißen, brauen und roten Farben ist besonders eindrucksvoll. „Mit dem Steg ermöglichen wir unseren Besuchern, die einmalige Gottesgab unmittelbar zu erleben, ohne dabei die Vegetation oder die Fledermäuse zu stören“, erklärt Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald. Besucherlenkung und Besucherinformation gehen hier Hand in Hand. „Nur was man kennt, das schützt man“, so der Gebietsbetreuer. 

     

    Der Natur auf der Spur: Erfahre mehr über Fledermaus „Franzi“
    Rund um den Silberberg findest du einen kleinen Fledermaus-Lehrpfad des Naturparks Bayerischer Wald. Auf kleineren Infotafeln findest du Informationen zu allen hier vorkommenden Fledermausarten und ihre Besonderheiten. Folge stets dem Rundwanderweg Nr. 1 und der Fledermaus „Franzi“. Unterhalb des Silberberggipfels informieren drei größere Infotafeln über das Gebiet, das Bergwerk und die Fledermäuse. Im Bereich der Gottesgab gibt es zudem Wissenswertes zum Monitoring am Silberberg und ein paar Rätselfragen zur Fledermaus „Franzi“. Die Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH, der Markt Bodenmais und der Naturpark Bayerischer Wald e.V. laden dich dazu ein, diesen einmaligen Berg näher kennen zu lernen. Auf unseren Wanderwegen kannst du die reizvolle Kulturlandschaft und die naturnahen Wälder am Silberberg bei Spaziergängen ebenso wie bei längeren Wanderungen erkunden und erleben.
     

     

     

    Bei Fragen helfen wir dir gerne!
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