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  Blick in die Zukunft – Pflege und Erhalt der Schachten

Heidelbeere und Wald übernehmen

Durch die Jahrhunderte lange Beweidung sind neben den Schachten offene, lichte Wälder in der Arberregion entstanden. Ohne den für die Weidenutzung typischen Einfluss von Verbiss und Tritt geht die charakteristische Vegetation verloren und nach und nach erobert der Wald die lichten und offenen Bereiche zurück. An die Weidenutzung angepasste Arten werden zunächst von Zwergstrauchheiden, z.B. mit Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) oder von Seegras-Segge (Carex brizoides) verdrängt, folgend breiten sich immer mehr Büsche und Bäume aus. Diese Entwicklung ist auf sämtlichen heute nicht mehr beweideten Schachten zu beobachten.

Schachtenpflege

Um die seltenen Pflanzengesellschaften, wie beispielsweise den Borstgrasmagerrasen zu erhalten, werden Pflegemaßnahmen auf den Schachten durchgeführt. Dabei werden Fichten, die natürlicherweise hier aufgewachsen sind, entnommen und Heidelbeersträucher mit dem Freischneider in ihrem Wachstum begrenzt. Seltene Arten wie Ungarischer Enzian (Gentiana pannonica) werden teils mit einem kleinen Zaun vor Verbiss geschützt bis sie wieder in größerer Zahl vorkommen und selbst in ausreichender Menge aussamen und nachwachsen können.

Den größten Beitrag zur Landschaftspflege und zum Erhalt der Schachten leisten jedoch die Weiderechtler mit ihren Hirten und vor allem die Rinder die seit vielen Jahrhunderten alljährlich die Schachten beweiden.


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